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Ein LED Lenser als Geschenk für die Umwelt

[Trigami-Review]

Eine LED Lenser P5R zu verschenken – da freut sich doch nicht nur die Umwelt, weil es eine batterievermeidende Akkutaschenlampe ist, sondern sicher auch der Beschenkte?

Zu meiner Verblüffung sah Michael Wolf vom ADFC Düsseldorf das anders:

„Danke auch, dass Du bei der Taschenlampe an mich gedacht hast. Zwar verlockend, aber ich habe keinen Bedarf an einer derartigen Lampe. Zum radfahren ist sie zu unpraktisch (kurze Laufzeit, keine Lenker- oder Helmhalterung dabei), zum immer dabei haben ist sie zu groß (da gibt es vom gleichen Hersteller angemesseneres), und mich hat beim ersten Blick auf die Website der Verpackungswahnsinn erschreckt – warum brauche ich für eine Taschenlampe einen Koffer?“

Ich hatte Michael ausgewählt, weil er mit dem ADFC die Fahrt zum „Dunwich Dynamo“ organisiert, einem Nachtfahrevent in England im Juli diesen Jahres. Dabei würde er sicher eine solche Lampe brauchen, dachte ich. Aber wie ihr seht, hat er sie abgelehnt. Nicht alle seine Argumente kann ich verstehen, aber der Koffer ist wirklich ein Hammer: Wer Umweltschutz meint, muss auch bei allen Faktoren an ihn denken, und 293g eines zum Recycling nicht einmal spezifizierten Kunststoffs müssen nicht sein – die M14 kommt auch in einer Papschachtel.

Ich werde bei einer der nächsten Nachtfahrten des ADFC e. V. noch andere Mitglieder ansprechen, und bin sicher, dass ich sie dort beim ursprünglich geplanten Verein noch absetzen kann. Denn die Arbeit des Vereins, die sich z. B. in Aktionen wie „mit dem Rad zur Arbeit“ manifestiert, hilft mehr Menschen auf Fahrräder zu bringen und paßt deshalb absolut zum Umweltschutzgedanken.

Beziehungskisten beim ADFC

Ausführliche Berichte über verschiedene Formen der Fahrradmobilität mit Kindern bietet die aktuelle ADFC-Mitgliederzeitung unter der Überschrift „Beziehungskisten“. Kindersitze werden ebenso behandelt wie Fahrradanhänger, Trailerbikes und Transportfahrräder. Selten: ein Test des Burley Cub, des Anhängers, den wir benutzen (auch der letzte Test hatte ihn wieder vergessen). Spannend finde ich auch noch Transportwunder wie das Bakfiets oder das Christianiabike, abschreckend aber, daß sie anderthalb bis über zweitausend Euro kosten.

In einem separaten Artikel werden Babytransport im Tragetuch vs. Weberschale rechtlich verglichen, ein dritter befaßt sich mit der Rückschau auf die Kopenhagener VeloCity.

Das Blatt gibt es soviel ich weiß nur für Mitglieder (und natürlich in ADFC-Geschäftsstellen oder auf öffentlichen Veranstaltungen als Werbematerial). Ein Beitritt ist lohnend – dies ist nicht die einzige lesenswerte Ausgabe.

Den Cartoon…

Den Cartoon mußte ich gerade mal ungefragt vom ADFC/Renate Alf borgen. Weil er einfach so treffend unser tägliches Leben beschreibt – wir nennen das Ding „die Kutsche“, und in die Sprechblase gehört eigentlich „schneller, Papi, schneller!“

Womit ich beiläufig noch darauf hinweisen möchte, daß der ADFC jedem, der heute über diese Website das Stichwort „Twitter“ in die Bestellung schreibt, das neue Bett&Bike-Verzeichnis kostenlos zukommen läßt. Also heran!

Es lohnt sich vielleicht, @Fahrradclub und @radmitkindern zu folgen…