Das selbstradelnde Hinterrad – Perpetuum mobile oder unendliche Geschichte?

Seit Anfang 2010 auf der Kopenhagener Klimakonferenz das „Copenhagen Wheel“ vorgestellt wurde, rollt die Idee eines Nachrüstsatzes für ein Elektrofahrrad, das sich auf den Austausch des Hinterrads beschränkt, durch unsere Köpfe.

Copenhagen Wheel 2010

Oder trudelt, sollte man vielleicht besser sagen. Denn in Schwung kam die Idee nicht, auch noch nicht, als 2011 eine Schweizer Firma mit an Bord stieg und das „e-Jalopy“ daraus machte.

GreenWheel E-jalopy 2011

Auch das wurde nichts, die Zeit berichtet, dass der Schweizer den Ursprungsentwickler aus dem Boot warf und mit einer neuen Website durchstartete – man schaue selbst, auch diese dümpelt nach heutigem Stand nur inhaltsleer.

Aber natürlich ist so eine Idee, einmal in der Welt, auch in den Köpfen anderer Leute. Und so versucht es jetzt der nächste mit einem Kickstarter, er hat die Idee 1:1 re-engineert. Alle Ursprungselemente sind weiterhin an Bord, der 250W-Motor, die Smartphone-App, das „Abschließen“ mit demselben. Neu ist ein LED-Scheinwerfer in der Smartphonehalterung und ein eigener GPS-Sensor im Hinterrad, der bei Diebstahl helfen soll.

FlyKly Smart Wheel 2013

FlyKly Smart Wheel 2013

Der geneigte Leser sagt: Abwarten. Das Fahrrad ist jetzt bald 200 Jahre alt, es hat vieles gesehen. Neue Ideen setzen sich durch, wenn ihre Zeit gekommen ist usw. usw. Manchmal gelingt es, der Helmairbag Hövding aus derselben Zeit kommt inzwischen wirklich in Schwung, er ist z. B. im Tagesspiegel oder sogar bei Amazon angekommen.

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