Europäische Mobilitätswoche

„Travel smarter, live better“ ist das Motto der europäischen Woche der Mobilität von heute bis zum 22. September. Auswirkungen zu hoher Auto-Mobilität, die EU-Umweltkommissar Potočnik beklagt, reichen von Unfällen und Umweltverschmutzung  zu erhöhter Fettleibigkeit. Städte und Gemeinden sind deshalb zur Projektwoche aufgerufen, um gemeinsam etwas zu unternehmen.

Die Beteiligung von 1.798 europäischen Städten findet leider wieder überwiegend außerhalb Deutschlands (50) statt, interessanterweise teils auch außerhalb Europas (Argentinien, Ecuador, Kanada, Japan). Österreich hat Projekte in 425 Städten laufen, Spanien in 379. Wer’s nicht nötig hat, hat’s halt nicht nötig: das bereits fahrradfreundliche Dänemark macht gar nicht mit, und die Niederlande lassen nur Haarlem auflaufen. (Münster und Bremen sucht man denn auch auf der Liste der in Deutschland teilnehmenden Städte vergebens, ebenso wie meine Heimatstadt, die „fahrradfreundliche Stadt in NRW“ – deren Schulamt macht aber zumindest einen Tag zum Thema „Pedibus“, also Zu-Fuß-zur-Schule.)

Dabei geht es natürlich nicht nur um Radfahren, sondern gerade in Argentinien oder Ecuador eher um ÖPNV, also Busse. Worum es in Japan geht, ist nicht leicht zu ermitteln, da die öffentliche Bewerbung an diesem europäischen Event tatsächlich auf japanisch abgedruckt ist.

Gipfelpunkt soll „In Town Without My Car!“ am 22. September sein, eine Gesamtveranstaltung, für die teilnehmende Städte Teile ihres Innenstadtbereichs für den Autoverkehr sperren und dort statt dessen ein Festival machen sollen. Es reicht aber auch schon, irgendwo 50m Busspur neu anzulegen, um es auf die Liste zu schaffen. Viele deutsche Städte hatten Projekte im Rahmen der Kampagne Stadtradeln, und haben diese angemeldet. Die meisten Städte der Topländer Österreich und Spanien wurden leider wohl nur „massengemeldet“, ohne irgendwelche Details ihres Programms anzugeben.

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