Still-Leben mit 20.000 Tischen ohne Bahn

Die Idee, die A40 im Rahmen der „Kulturhauptstadt“ für einen Tag für den Autoverkehr zu sperren und statt dessen für Radfahrer und Fußgänger freizugeben, hat mir von Anfang an so gut gefallen, daß ich schon vor einem Dreivierteljahr darüber schrieb. Jetzt wird es ernst: am Sonntag in 8 Tagen, am 18. Juli 2010, ist es so weit.

20.000 Bierzeltgarnituren stehen bereit (Foto © Christoph Müller-Girod)

Ernst wird es jetzt auch mit den Details der Umsetzung: So wurden bei der Pressekonferenz die 20.000 Bierzeltgarnituren faßbar gemacht, mit denen die eine Spur wohnlich eingerichtet werden soll, während die andere Spur Radfahrern und anderen nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmern das Fortkommen erlauben soll. Und so wurde erst jetzt, nachdem schon lange Werbung dafür gemacht wird, durch das Land die erforderliche Genehmigung erteilt. Und so wird jetzt deutlich, daß die DB, die als „Mobilitätspartner“ des radfahrerfreundlichen Projekts fungiert, diese mal wieder gar nicht auf dem Schirm hat. Wegen des insgesamt erwarteten Andrangs – bei gutem Wetter werden 3 Millionen Besucher erwartet – und der insgesamt nicht so optimalen Anbindung – Autobahnen sind natürgemäß nicht gut an den ÖPNV angebunden – setzte man nicht etwa Sonderverkehr ein, sondern schloß Radfahrer kurzerhand komplett von der Beförderung aus. Der ADFC ist entsetzt und urteilt „dafür erhält die DB und der VRR vom ADFC NRW die Note 5-“

Diskussion im Forum.

Ein Gedanke zu „Still-Leben mit 20.000 Tischen ohne Bahn“

  1. Manchmal ist man wirklich, angesichts des Weitblickes und Organisationstalents von einigen Unternehmen, schwer erschüttert. Ich wünsche euch trotzdem viel Spass, die Aktion als solches klingt viel versprechend.

    Grüße aus Starnberg,
    Vince

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